| Batman & Robin
Batman
forever: Joel Schumachers Gotham-City-Abenteuer hat einen
neuen Flattermann George Clooney und mit Arnold S.
einen kaltherzigen Bösewicht.
Subtil sind
die Macher der "Batman"-Serie ja nie zu Werke
gegangen,aber das lag auch nicht in ihrer Absicht. Die
Form bestimmte stets den Inhalt.Das ist im vierten Teil
der Saga nicht anders.Im Gegenteil: Keine der
vorangegangenen Episoden wartete mit einem derart
sensorischen Overkill auf wie "Batman &
Robin".Im Grunde ist der Film damit ein Opfer seines
eigenen Erfolges.Jede Folge steigerte die
Erwartungshaltung des Publikums.Alles geriet noch
lauter,noch bunter,noch schräger,als im Film zuvor.In
dieser Hinsicht enttäuscht das vierte Abenteuer des
dunklen Ritters keineswegs.Regisseur Joel Schumacher
verabschiedete sich von dem vorangegangenen,düsteren
Ambiente und setzt hier auf poppige Bilder und knalliges
Equipment angefangen bei den neuen Bat-Spielzeugen bis
hin zu den sexy Kostümen.Allerdings sind das leider auch
die Höhepunkte des Films.War der Erfolg von "Batman" in der
Vergangenheit vor allem den klaren Persönlichkeiten der
Charaktere zu verdanken,so ist davon hier nichts zu
spüren.Trotz Starbesetzung verfügt keiner der
Protagonisten über genug Charisma,um Feuer auf die
Leinwand zu zaubern.Es hat den Anschein,als ob sich die
einzelnen Darsteller in ihrem eigenen interplanetarischen
Orbit befinden und langsam um den der anderen
kreisen,ohne sich aber dabei wirklich nahe zu kommen. Daran ändert auch George
Clooney wenig.War Michael
Keaton der nachdenkliche Batman und Val
Kilmer der erotische,so läßt sich Clooneys
Verkörperung am ehesten mit dem Adjektiv
"gefühlvoll" beschreiben.Meist im Schatten
gefilmt,schafft es der "ER"-Star zwar,den
Superhelden mit mehr Wärme auszustatten als seine
Vorgänger,sehr präsent wirkt er dadurch allerdings
nicht.Was aber sicherlich auch an dem klischeehaften
Skript liegt,in dem eine Phrase die andere
jagt.Sicher,"Hasta la vista, Baby" und
"Make my day" mögen einst witzige Floskeln
gewesen sein,aber Autor Akiva
Goldsman hat Clooney so viele Platitüden in den Mund
gelegt,daß sie auf Dauer nur noch langweilen.Und seien
wir ehrlich,was wären die Batmänner ohne die
großartigen Schurken gewesen?Von Jack
Nicholson über Michelle
Pfeiffer bis zu Jim
Carrey immer waren sie die Stars.Arnold
Schwarzenegger hingegen stapft durch die Kulissen,als
gehöre er überhaupt nicht dazu.Okay,"Batman und
Robin" ist nur ein Comic.Trotzdem hätte man den
Charakteren etwas mehr Raum für Entwicklungen gönnen
sollen.Doch immerhin ist der Film ein pralles Buffet,an
dem sich die Sinne mehr als sattessen können.Man muß
nur aufpassen,daß man sich dabei nicht überfrißt.
Knallbunte
Bilderorgie,in der die Darsteller/innen zu kurz kommen
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