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Besser geht's nicht
As Good As It Gets
Komödie, USA 1997, FSK 6, 133 Min. 


Melville (Jack Nicholson) ist ein erfolgreicher Schriftsteller, der meist verbarrikadiert in seiner eleganten New Yorker Wohnung seinem Handwerk nachgeht. Ungeachtet der Tatsache, daß er erfolgreiche (rührselige) Liebsromane schreibt, gebärdert er sich für seine Umwelt als ein ausgesprochenes Ekel. Seine Nachbarschaft, die Passanten auf der Strasse und vor allem die Bedienung und Gäste des Restaurants in dem er Mittag zu essen pflegt, läßt er ausgiebigst an seinen vielfältigen Neurosen teilhaben. Seine Außenkontakte sind beschränkt. Pech für seinen Nachbarn - einem homosexuellen Maler - , dem Hund des Nachbarn - der gleich zu Beginn des Films seine Versenkung im Müllschlucker zu überstehen hat -  und vor allem Carol (Helen Hunt) - der Kellnerin im Restaurant. Auf sie konzentrieren sich die täglichen verbalen Angriffe Melvilles.  

Das festgefügte Geflecht dieser Minibeziehungen, in dem sich Melville mit seinen Neurosen eingerichtet hat - gerät durcheinander. Sein malender Nachbar wird überfallen und muß in's Krankenhaus. Durch dessen Hund, den Melville nun in Verwahrung hat, wird sein eigenbrödlerischer Panzer durchbrochen. In diesen emotionalen Spalt stößt nun die zweite Veränderung. Der Sohn seiner Lieblingskellnerin Carol ist schwer krank, was sie daran hindert, arbeiten zu gehen. Nach dem Motto: wenn ihr Sohn wieder gesund ist, kann Carol ihn wieder bedienen, sorgt Melville für seine Genesung. Doch die einfache Rechnung geht nicht auf - wenn sie denn je aufgehen sollte. Eine Liebesbeziehung nimmt ihren Lauf, die durch den wiederhergestellten Nachbarn zur Dreiecksbeziehung zu werden droht.  

Der Film lebt von der Konfrontation eines sprachgewaltigen Neurotikers mit seiner Umwelt. Ein Prinzip, das in der Story fast bis zum Ende durchgehalten wird. Dann wird es etwas rührselig, so wie in den Liebesgeschichten, die Melville schreibt. Man hat das Gefühl, das Feuer ist nun verschossen und es muß nun noch die Wendung des Filmes erfolgen (schließlich ist es ein Film aus Hollywood: alles wird am Ende gut). Aber der zweite Teil des Filmes ist nicht lang genug (obwohl er ein paar Längen hat) um den guten Eindruck aus dem ersten Abschnitt am Ende zu überdecken.  

Immer nach dem Motto: "Wer in Metaphern redet, kann mir den Schritt shamponieren".


Darsteller/innen: Jack Nicholson (Melvin Udall), Helen Hunt (Carol), Greg Kinnear (Simon), Cuba Gooding jr. (Frank), Shirley Knight (Beverly), Skeet Ulrich (Randy), Jesse James (Spencer)

Regie: James L. Brooks

Stab: • Produzenten: James L. Brooks, Bridget Johnson, John D. Schofield, Kristi Zea für Tristar für Tristar • Drehbuch: Mark Andrus, James L. Brooks • Vorlage: Story von Mark Andrus • Musik: Hans Zimmer • Kamera: John Bailey
• Ausstattung: Bill Brzeski • Schnitt: Richard Marks • Kostüme: Molly Maginnis

 Auszeichnungen

Oscar für 1997 für Jack Nicholson (Hauptdarsteller)
Oscar für 1997 für Helen Hunt (Hauptdarstellerin)

Oscar-Nominierung für 1997 für "Besser geht's nicht" (Bester Film)
Oscar-Nominierung für 1997 für Greg Kinnear (Nebendarsteller)
Oscar-Nominierung für 1997 für Mark Andrus, James L. Brooks (Drehbuch-Original)
Oscar-Nominierung für 1997 für Richard Marks (Schnitt) Oscar-Nominierung für 1997 für Hans Zimmer (Musik-Musical/Komödie)





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