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Roland Emmerich inszenierte eine Invasion aus dem All als Sci-fi-Spektakel mit trickreichen Zerstörungsorgien 

Raumschiffe vom Format von Großstädten verdunkeln den Himmel über den Metropolen der Erde: Die Außerirdischen sind da.Während der Präsident der Vereinigten Staaten (Bill Pullman) noch auf friedliche Absichten der Extraterrestrischen hofft,weiß der Computerspezialist Levinson (Jeff Goldblum) mehr: Die unheimlichen Besucher aus dem All wollen am 4. Juli,dem amerikanischen Unabhängigkeitstag,ein Feuerwerk der besonderen Art veranstalten.... Emmerichs apokalyptisches Science-fiction-Ballerspiel ist vor allem ein Meisterwerk der Tricktechnik.Ein Oscar in der Kategorie "Best Visual Effects" bei der Verleihung 1996 war also wohlverdient.Ebenso wie die Verleihung des MTV-Awards an Will Smith ("Der Prinz von Bel-Air") und seine Partnerin Vivica A. Fox: Die beiden erhielten die Auszeichnung für den schönsten Filmkuß.Die bislang letzte Zusammenarbeit zwischen Roland Emmerich,dem "Spielbergle aus Sindelfingen",und dem Autor/ Produzenten Dean Devlin läuft seit Mai in den amerikanischen Kinos: Mit "Godzilla",der im Herbst auch auf deutschen Leinwänden herumtrampelt,überführte das erfolgreiche Duo einen Mythos des japanischen B-Movies in das Format aufwendigen Hollywood-Popcorn-Kinos.

Originaltitel: Independence Day
USA 1996, 139 Min., Drehbuch: Roland Emmerich, Dean Devlin, Kamera: Karl Walter Lindenlaub, Regie: Roland Emmerich

P: Dean Devlin, Darsteller/innen: Will Smith, Bill Pullman, Jeff Goldblum, Mary McDonnell, Judd Hirsch 

Perfekte Special-Effects,Action total

2. Juli -- 3. Juli -- 4. Juli

2. Juli

Szene Aufregung beim S.E.T.I.-Institut in New Mexiko. Seit Jahren suchen die Wissenschaftler nach außerirdischem Leben im Weltraum, jetzt scheinen sie fündig geworden zu sein. In der Nähe des Mondes ist ein riesiges Objekt aufgetaucht, bei dem es sich um keinen Asteroiden oder Meteoriten handeln kann, weil es seine Geschwindigkeit drosselt.

Das Pentagon wird alarmiert und ein Krisenstab gebildet. Als sich von dem gigantischen Weltraumphänomen kleinere scheibenförmige Objekte lösen und Kurs Richtung Erde nehmen, ist Präsident Whitmore (Bill Pullman) sowie seinen Beratern General Grey (Robert Loggia) und Verteidigungsminister Nimziki (James Rebhorn) klar, daß ihnen große, weltweite Veränderungen bevorstehen.

Szene Noch weiß allerdings niemand, ob die Außerirdischen in friedlicher oder feindlicher Mission unterwegs sind. Überall auf der Erde tauchen riesige Raumschiffe auf. Miguel (James Duval), der mit seinen Geschwistern in einem Wohnmobil lebt, spürt, wie viele seiner Nachbarn, instinktiv, daß eine Gefahr von den seltsamen Himmelphänomenen ausgeht und versucht, so schnell wie möglich zu fliehen. Er weiß nun auch, daß die Warnungen seines alkoholkranken Vaters Russell (Randy Quaid), der ständig behauptet hatte, von UFOs entführt worden zu sein, nur allzu wahr sind.

Für Captain Steven Hiller (Will Smith), der sich auf ein geruhsames Independence-Day-Wochenende mit seiner Freundin Jasmine (Vivica Fox) gefreut hat, bedeutet das Auftauchen der Raumschiffe sofortige Alarmbereitschaft. Er muß zurück zu seiner Militärbasis.

Der Computerspezialist David (Jeff Goldblum) bewahrt Ruhe, während die Welt um ihn herum verrückt spielt. Er knackt den Code der Exoterristen und macht eine schreckliche Entdeckung: Die Signale, die die Raumschiffe aussenden, sind eine Art Countdown. Kurzentschlossen geht er zu seinem Vater Julius (Judd Hirsch) und fährt mit ihm nach Washington, direkt zum Weißen Haus.

Szene Davids geschiedene Frau Constance (Margaret Colin) arbeitet als Medienbeauftragte des Präsidenten und nach einigen Schwierigkeiten gelingt es tatsächlich, ein kurzes Treffen mit dem Regierungsoberhaupt zu arrangieren. Präsident Whitmore erkennt, daß es ein Fehler war, die Städte nicht vorher evakuiert zu haben. Wenige Minuten, bevor der Countdown der Außerirdischen abläuft, fliehen er und seine Vertrauten aus dem Weißen Haus. Die Aliens greifen an: Der gigantische Bauch ihrer Raumschiffe öffnet sich und ein tödlicher, alles vernichtender Lichtblitz schießt heraus. Eine Welle der Vernichtung rollt über die Erde. Ganze Städte werden ausradiert.

Die Invasion der Außerirdischen hat begonnen.

3. Juli

Szene Die Großstädte der Welt liegen in Trümmern, als die erste Welle des Gegenangriffs beginnt. Unter den Piloten, die mit ihren F18-Kampfflugzeugen gegen die Außerirdischen antreten, ist auch Captain Steven Hiller. Die Mission scheitert an den Schutzschilden der Raumschiffe. Alle Raketen werden mühelos von den Invasoren abgewehrt.

Kaum haben die mutigen Piloten ihren Angriff begonnen, werden sie von einer wahren Flut kleiner Alien-Attacker beschossen, die sich blitzschnell von ihrem Mutterschiff lösen. Ein mörderischer Luftkampf beginnt, den die Piloten der US-Airforce verlieren. Captain Steven Hiller gelingt es jedoch nach einer Bruchlandung, einen der abgestürzten Alien-Attacker zu inspizieren. Dabei schlägt er eines der außerirdischen Wesen nieder und verpackt es in seinen Fallschirm.

Währenddessen hat Präsident Whitmore von seinem Verteidigungsminister Nimziki erfahren, daß seit vielen Jahrzehnten eine strenggeheime Militärbasis namens Area 51 existiert. Hier, so stellt sich heraus, wird seit 1947 ein damals in der Nähe von Roswell abgestürztes UFO, samt drei toter Insassen, aufbewahrt. Der Wissenschaftler Dr. Okun (Brent Spiner) schildert mit großer Begeisterung, daß dieses Raumschiff seit dem Auftauchen der Aliens plötzlich wieder betriebsbereit sei.

Captain Steven Hiller, der sich einem riesigen Wohnmobil-Convoy angeschlossen hat, von dem auch Miguel und seine Familie ein Teil davon sind, erreicht mit seinem außerirdischen Fund Area 51. Als eine Untersuchung an dem Alien vorgenommen wird, erwacht es zum Leben. Es tötet Dr. Okun, verständigt sich durch dessen Körper und erklärt Präsident Whitmore, daß es keine friedliche Koexistenz geben könne, sondern nur die Vernichtung der Spezies Mensch. Danach wird es überwältigt und getötet.

Szene Präsident Whitmore läßt sich nun überreden, die Atombombe gegen die Invasoren einzusetzen. Jedoch ohne Erfolg. Die Lage ist damit völlig hoffnungslos. Zu der globalen Katastrophe kommt es für Präsident Whitmore auch zu einer persönlichen Tragödie. Captain Steven Hiller, der sich mit Hilfe eines gestohlenen Helikopters auf die erfolgreiche Suche nach seiner Freundin Jasmine machen konnte, bringt auch die Präsidentengattin (Mary McDonnell) mit zur Area 51. Die Wiedersehensfreude zwischen Whitmore und seiner Gattin ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn die First Lady erliegt ihren schweren Verletzungen.

Gerade als der Kampf gegen die Aliens endgültig verloren scheint, kommt dem Computerspezialisten David ein genialer Einfall. Mit Hilfe eines Computervirus könnte er den Schutzschild der außerirdischen Raumschiffe außer Betrieb setzen. Der kleine Haken an der Sache: Es müßte auf irgendeine Weise gelingen, den Virus in die riesige Alienstation, die irgendwo da draußen im Weltraum schwebt, zu bringen.

4. Juli

Das Schicksal der Menschheit liegt in den Händen von David und Captain Steven Hiller, die beide an Bord des Alien-Raumschiffs aus Area 51 gehen. Ihr Ziel: Die Raumstation der Außerirdischen. Präsident Whitmore und tausende von Piloten stehen bereit, um mit ihren F18-Maschinen den letzten Angriff gegen die Wesen aus dem All zu fliegen. Der Independence Day könnte eine ganz neue Bedeutung bekommen ...


 

Aus Kinoweb

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