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Spiel mir das Lied vom Tod Italien 1968 / 158 Min. Regie:Sergio Leone Drehbuchautor:Sergio Leone, Sergio Donati nach einer Idee von Dario Argento, Bernardo Bertolucci, Sergio Leone Kamera:Tonino Delli Colli Darsteller/innen:Henry Fonda,Claudia Cardinale,Charles Bronson, Jason Robards, Frank
Wolff, Gabriele Ferzetti, Keenan WynnShelley Duvall,
Danny Loyd, Scatman Crothers, Barry Nelson u.a. |
1870: Der Rancher McBain (Frank
Wolff) träumt vom Reichtum, als die Eisenbahn den Wilden
Westen erobert.
Die Trasse muß durch sein Land führen, weil dort die
einzige Quelle in weitem Umkreis ist. Er wird den Bahnhof
und eine ganze Stadt auf seinem Grund bauen. Doch möchte Morton
(Gabriele Ferzetti), der gerissene Eisenbahn-Unternehmer,
das Geschäft selber machen. Darum beauftragt er den
Killer Frank (Henry Fonda), McBain einzuschüchtern und
zum Verkauf reif zu machen. Frank tötet McBain und seine
Kinder und lenkt den Verdacht auf das Halbblut Cheyenne
(Jason Robards), für dessen Ergreifung 5 000 Dollar
Kopfgeld ausgesetzt werden. Zur maßlosen Enttäuschung
der Mörder taucht jedoch Jill (Claudia Cardinale)
auf, die McBain in New Orieans geheiratet hat und die nun
rechtmäßige Erbin seines Besitzes ist. Sie werden
zusätzlich durch das Erscheinen eines fremden Mannes
(Charles Bronson) beunruhigt, der gemeinsam mit Cheyenne
Jill unterstützt. Er interessiert sich auffällig für
Morton und Frank. Diese geben nicht auf und bedrohen Jill
so lange, bis sie bereit ist, die Ranch zu versteigern.
Angesichts der Situation mag keiner ein echtes Angebot
machen, und es sieht so aus, als könne ein Strohmann
Mortons den ganzen Besitz für lumpige 500 Dollar
ersteigern. Da tritt der Fremde in den Raum und
liefert Cheyenne aus. Mit dem Kopfgeld ersteigert er die
Farm und überläßt sie Jill. Der Plan der Gangster ist
mißlungen. Cheyenne entkommt auf dem Transport ins
Gefängnis. Er stirbt an einer Schußverletzung, die
Morton ihm beibringt; aber auch Morton wird ein Opfer
dieses Kampfes. Und endlich kommt es auch zur
entscheidenden Auseinandersetzung zwischen Frank und dem
Fremden. Frank wird tödlich getroffen. Als er im Sterben
liegt, drückt ihm der Sieger eine Mundharmonika zwischen
die Lippen und sagt: Komm, spiel mir das Lied vom
Tod. Frank
erinnert sich: Vor vielen Jahren hatte er mit seiner
Bande den Vater des Fremden, der damals noch ein Kind
war, aufgehängt. Um seine Qual zu verlängern, hatte er
den Jungen gezwungen, die Füße des Todgeweihten auf
seine Schultern zu nehmen. Dann hatte er dem Jungen eine
Mundharmonika in den Mund gesteckt und gesagt: Spiel mir
das Lied vom Tod!
Der Mann am Strick hatte den Jungen schließlich mit den
Füßen fortgestoßen, um die Verzweiflung und die Qual
des Kindes zu beenden. Frank stirbt. Der Fremde, der
seine alte Rechnung endlich beglichen hat, zieht
weiter. Regisseur Sergio Leone, der sich mit den Filmen Per un pugno di dollari (Für eine Handvoll Dollar, Italien/Frankreich/BRD 1964) und Per quaiche dollaro in piü (Für ein paar Dollar mehr, Italien/Spanien/BRD 1965/66) erfolgreich im Genre des Italo-Western etabliert hatte, ist hier deutlich auf dem Weg nach Hollywood. Das zeigt nicht nur die Besetzung mit Henry Fonda an der Spitze, das zeigen auch Thema, Aufwand und das Bemühen um ein authentisches Milieu. Sergio Leone erzählt eine schlüssige Geschichte, in der verschiedene Motive geschickt verzahnt sind und in der Spannung weniger durch hektische Aktionen als vielmehr durch bewußte Verzögerung erzeugt wird. Großaufnahmen werden bis an die Grenze des Erträglichen ausgekostet; die Einstellungen sind oft quälend lang und entladen sich dann in einem plötzlichen Ausbruch von Gewalt. Der Film wurde ein großer Erfolg und zählt heute bereits zu den Klassikern, die in Repertoire-Theatern immer wieder gezeigt werden. Zu diesem Erfolg trug auch die Musik von Ennio Morricone bei, die die Spannung der Ungewißheit in diesem Film wirkungsvoll unterstützte. |
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