ACTION
Das ist heute absolut extrem
nicht John McClanes Tag: seit seine Frau ihm vor etwa
einem Jahr endgültig den Laufpaß gegeben hat, trinkt er
zuviel, raucht zuviel, prügelt zuviel -irgendwann
zwischen dem 23. und 87. Drink hat man ihn vom Dienst
suspendiert.
In Vergessenheit geraten
ist er nicht: ein gewisser "Simon" möchte ihn
sehen... bzw. sprechen. Und dieser Simon untermauert
seine Forderung "Holt McClane" mit einer
ziemlich aufsehenerregenden Explosion mitten in Manhattan
-das Kaufhaus Bonvit Teller fliegt in die Luft.
McClane,
völlig verkatert, wird also wieder in Dienst gestellt.
Wider jedermanns Willen. Aber was sein muß, muß sein,
denn Simon droht: "Tut Leutnant McClane nicht genau
das, was ich ihm befehle, geht eine nächste Bombe hoch.
Größer, als die heute morgen!"...
Mit Zeuß, einem
Farbigen aus Harlem, den das Schicksal mit dem Stur-Cop
verbunden hat, rennt McClane kreuz und quer durch
Manhattan, um seine Zeit, in der er besser seinen Kater
auskurieren könnte, mit Simons völlig blödsinnigen
Rätseln zu vertun.
Warum Simon das tut, was
er tut, und daß er mit seiner Rätselei einen
brillianten, wiewohl kriminellen Plan verfolgt, wird
McClane erst klar, nachdem er den Central Park per Taxi
durchpflügt hat, die Subway-Station 'Wall Street' in
Schutt und Asche liegt und er mit Zeus in letzter Sekunde
eine Spielplatzbombe entschärft (das dazugehörige
Rätsel findet Ihr weiter unten auf der Seite)...
Kein Hochhaus, kein Flughafen, keine Schächte... in
Teil Drei ist ganz Manhattan der Place of Event und die
heimliche Hauptdarstellerin des Films. Nach mehreren
...naja ...Flops brauchte Regisseur John McTiernan
dringend wieder einen Hit. Er fand ein altes Drehbuch mit
dem Titel "Simon says...". Die Story um einen
scheinbar verrückten Bombenbastler ergänzte er um die
McClane-Figur, gab dieser den durch 'Pulp Fiction'
populär gewordenen Samuel L. Jackson als 'Zeus' an die
Seite und lieferte damit ein ausgesprochen unterhaltsames
Action-Vehikel ab, das freilich mit dem ursprünglichen
Geist der 'Die Hard' Dramaturgie nur noch wenig gemeinsam
hat. Am erstaunlichsten aber ist Jeremy Irons, dem seine
Rolle in einem Mainstream-Action-Film offensichtlich sehr
viel Spaß macht. Sein Simon versprüht diabolischen
Charme (in der Originalfassung mit hartem deutschen
Dialekt), dem sich niemand entziehen kann: "Sät's,
as sei col: Se blad sikkens!".
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