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Wer hat Angst vor Virginia Woolf ?

USA 1966,130 Min.

Szenen einer kaputten Ehe,die Ihresgleichen suchen

"Schlappschwanz","Flasche","Versager"-Martha (Elizabeth Taylor,die für ihre grandiose Vorstellung einen Oscar erhielt) ist in der Wortwahl für ihren Gatten George (Richard Burton) nicht gerade zimperlich.

George,der als Dozent an dem von Martha`s Vater geleiteten College arbeitet,erträgt mit stoischer Ruhe die Bösartigkeiten seiner zänkischen Frau.Der Selbstzerfleischungstrip erreicht seinen Höhepunkt,als das junge Ehepaar Nick (George Segal) und Honey (Sandy Denis) zu Besuch kommt.

Eine Lawine von Schuldzuweisungen,Verachtung,Haß und Minderwertigkeitsgefühlen bricht los-und George schlägt schließlich erbarmungslos zurück.
 

Originaltitel: Who`s Afraid Of Virginia Woolf ?       Regie: Mike Nichols      FSK: ab 16
Darsteller/innen: Richard Burton, Elizabeth Taylor, George Segal, Sandy Dennis

Die filmische Adaption des berühmten Stücks von Edward Albee zeigt das Ehepaar Taylor/Burton in einer glanzvollen Zusammenarbeit.

Der Film erhielt insgesamt fünf Oscars.

Fazit: Famose Inszenierung,drastisch in der Wortwahl,stark in der Präsenz der Protagonisten/innen.

(TheDark) "Der Rosenkrieg" von 1989 mit Michael Douglas & Kathleen Turner in den Hauptrollen gilt als einer der großen Filme zum Thema "Ehekrieg"-sicher ist er das auch,aber "Virginia Woolf" sollte in  diesem Zusammenhang niemals vergessen werden.

Ein Film,der es schafft,den/die Zuschauer/in mit Darstellern/innen,die Schauspielkunst in Perfektion bieten und Dialogen,die dem in nichts nachstehen (selbst in der synchronisierten Fassung) an den Kino/TV-Sessel zu nageln-und das ohne Special-Effects & mit nur einer Handvoll Schauspieler/innen.

Es fällt schwer,den Raum bei laufendem Film zu verlassen,in Sorge darum,eine verbale Gemeinheit verpassen zu können,was aufgrund des Dauerfeuers von Dialog-Attacken tatsächlich passieren könnte.

Die Regie hat es trotzdem verstanden,exakt zu den richtigen Zeitpunkten (wenn die Gefahr einer "Übersättigung" besteht),etwas ruhigere Szenen einzubauen,um schließlich von Neuem an den Start zu gehen-mit Beleidigungen,die noch nicht vorgekommen  sind.

Psychogramm zweier Menschen,die aufgehört haben,sich zu lieben.(TheDark)

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