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Spider-Man 2
USA 2004 122 Min.
Deutscher Kinostart: 08.07.2004
(Columbia TriStar) FSK: ab 12 Jahre

»Du bist meine letzte Hoffnung!« - Wenn Peter Parker diesen Satz zu hören bekommt, geht es nicht um die Bekämpfung finsterer Bösewichte, sondern um die pünktliche Auslieferung von Pizza. Zwei Jahre nach Beginn seiner Karriere als Klettermaxe »Spider Man« muss Peter sich mit Kurierjobs und ein bisschen Pressefotografie seine erste eigene Bruchbude und sein Studium finanzieren. Und das gelingt ihm mehr schlecht als recht. Immer wieder kommen ihm die Heldentaten seines anderen Ichs in die Quere. Auch die College-Noten leiden darunter. Die Presse überzieht Spider Man mit unverdienten, aber auflagenträchtigen Rufmord-Kampagnen.


 

Dann sorgt das Spinnenkostüm noch für rote und blaue Flecken in der Wäsche. Am meisten macht dem zum Helden mutierten
Durchschnittstypen sein Verzicht auf die Liebe zum Nachbarsmädchen Mary Jane zu schaffen.Die ist längst ein gefeierter Jung-Star am Broadway und lächelt Peter obendrein als Werbe-Model von tausenden Plakaten an. Aus Angst, ein Feind Spider Mans könnte sich einmal an Mary Jane vergreifen, hatte Peter ihr den Laufpass gegeben. Als die Abgewiesene die Eheschließung mit einem Parade-Astronauten ankündigt, wird Peter endgültig von Reue übermannt. Seine Kräfte leiden darunter. Die Netze wollen nicht mehr fliegen und der Kletterklebstoff nicht mehr haften. Also landet das Kostüm in der Mülltonne.


Während das Verbrechen in New York neue Blüten treibt, freut sich Peter über bessere Noten. Trotz verschlechterter Chancen macht er Mary Jane wieder den Hof. Doch sein Ausstieg aus dem Superhelden-Geschäft ist schlecht getimt. Und das hat mit einem seiner Dozenten zu tun.

 

Der geniale Physiker Dr. Octavius will mit einer neuen, sich selbst erhaltenden Kernfusionstechnik unerschöpfliche Energiequellen erschließen. Die mehrere Millionen Grad heiße Büchse der Pandora wird von ihm persönlich kontrolliert - mit Hilfe gelenkiger Roboterarme und einer künstlichen Intelligenz, die mit seinem Rückenmark verknüpft ist. Doch bei einer Pressevorführung geht alles schief. Octavius’ Frau wird durch eine Explosion getötet. Die KI ergreift vom Bewusstsein des Wissenschaftlers Besitz. Ehe er die Lage überhaupt erfassen kann, hat er bereits weitere Menschen getötet. Von der Welt verstoßen, wie einst Frankensteins Monster, kennt der von den Medien so getaufte »Dr. Octopus« nur ein Ziel. Versteckt in einer Baracke will er das Experiment wiederholen und zu einem erfolgreichen Ende führen. Und sein bisheriger Finanzier steht ihm zur Seite.

Der junge Rüstungsmillionär Henry Osborn hasst Spider Man, ohne zu ahnen, dass sich hinter dessen Maske sein Schulfreund Peter Parker verbirgt. Osborns Vater war im ersten Teil der »grüne Kobold« und wurde von der menschlichen Spinne getötet. Osborn schließt mit »Doc Oc« einen Pakt: Wenn die Krake den Spinnerich zur Strecke bringt, wird der Industrielle wieder die notwendigen Isotopen für das Fusionsexperiment zur Verfügung stellen. Der mutierte Doktor folgt der Spur Peter Parkers, der als »Spider Mans persönlicher Pressefotograf« bekannt ist. Was Peter immer vermeiden wollte, tritt ein. Ein Super-Schurke raubt seine Mary Jane, um Spider Man auf diese Weise zum Duell zu fordern. Der skrupulöse Student hat aber innerlich längst den Rücktritt vom Rücktritt als Superheld vollzogen und nimmt den Kampf auf …

Kritik

Diese Fortsetzung ist besser als der erste Teil ! Schon dessen Rezept war das präzise Gleichgewicht zwischen Action, Komik und Drama. Dass man eine starke Hauptfigur durch Komik ironisiert und dadurch menschlicher macht, ist kein ganz neuer Kniff mehr. Die Figur mit alltäglichen Sorgen zu konfrontieren, die auch einen Übermenschen zur Verzweiflung bringen müssen, ist dagegen der neue Trend, der beispielsweise schon in der Buffy-Serie erfolgreich erprobt worden ist. Mit derartigen Problemen wird Peter Parker gnadenlos überhäuft. Schauspieler und Regie nehmen sie ernst. Nicht wegen seiner Spinnenkräfte ist der Held zu bewundern, sondern für die Beharrlichkeit, mit der er den Spagat zwischen Finanzproblemen, Studium, Privatleben und Heldenrolle austariert. Tobey Maguire setzt den Konflikt sensibel um. Man muss dankbar sein, dass seine Rückenprobleme sich vor den Dreharbeiten rechtzeitig eingerenkt haben.

 

Zur Verbesserung gegenüber dem ersten Teil
trägt vor allem Alfred Molina bei.
Als Dr. Octopus stellt er einen Bösewicht dar,
der am Anfang der Geschichte noch eine durch
und durch sympathische Figur ist.
Seine Wandlung ist spannend, weil er,
anders als »Green Goblin« Willem Dafoe im ersten
Teil, auch in der Schurkenrolle keine Maske trägt.
Wenn er mit Riesenschritten durch die Straßen
schleicht, verwirrt über das, was er angerichtet hat,
spiegeln sich seine ganzen Gefühle in seinem Gesicht. Seine
Steuerung durch eine bösartig motivierte Künstliche
Intelligenz ist wissenschaftlich ebenso wenig haltbar wie
die Mutation Peter Parkers durch den Biss einer
genmanipulierten Spinne. Die Story funktioniert trotzdem,
weil man in den optisch reizvollen »Einflüsterungen« der KI-gesteuerten Greifarme die bösartige Seite in der menschlichen Natur erkennen kann.

Die Spezialeffekte, das rasante Herumturnen zwischen den New Yorker Wolkenkratzern - das alles funktioniert so gut wie im ersten Teil. Die Story nimmt zahlreiche Wendungen, bei denen insbesondere auch Peters Ersatzmutter und Tante eine wichtige Rolle spielt. Sie ist eine ebenso bedeutende Nebenfigur wie J. Jonah Jameson, Peter Parkers Chef beim »Daily Bugle«, der von J. K. Simmons mit bewundernswert präziser Komik verkörpert wird.

 

 

Dass viele Motive wieder aufgegriffen werden, schadet dieser Fortsetzung nicht. Für einen dritten Teil sind die Grundlagen gelegt.
Man muss hoffen, dass sich auch in dessen Drehbuch noch nichts totläuft und genug originelle Einfälle hinzukommen, um dieser Reihe ihre innovative Frische zu erhalten. Einstweilen kann man sich an der aktuellen Episode hemmungslos erfreuen.

 


(TheDark) Deutliche Steigerung gegenüber Teil 1, nicht zuletzt auch durch den hervorragenden Alfred Molina als Dr.Octavius. Auch die übersinnlichen Fähigkeiten der "Spinne" werden stärker betont (die Sequenz des rasenden Zuges zwischen New York`s Wolkenkratzern ist hierfür das beste Beispiel). Insgesamt wirkt die Fortsetzung sehr viel komplexer als der erste Teil und hat auch bezüglich der Special-Effects einen spürbaren Ruck vorzuweisen. Das macht Appetit auf Teil 3 !! (TheDark)


 

 

 

 

 

 

Originaltitel: Spider-Man 2 / Regie: Sam Raimi / Buch: Alvin Sargent
Vorlage: nach den Marvel Comics von Stan Lee und Steve Ditko
Story: Alfred Gough, Miles Millar, Michael Chabon
Kamera: Bill Pope / Schnitt: Bob Murawski / Musik: Danny Elfman / Produktionsdesign: Neil Spisak
Kostüme: James Acheson, Gary Jones / Effekte: John Dykstra / Produktion: Laura Ziskin, Avi Arad
Ausführende Produzenten:
Stan Lee, Kevin Feige, Joseph M. Caracciolo / Co-Produzent: Grant Curtis
Deutsche Bearbeitung: RC Production / Deutsches Dialogbuch: Klaus Bickert / Deutsches Dialogregie: Joachim Tennstedt

Darsteller/innen

Peter Parker (Spider-Man): Tobey Maguire / Mary Jane Watson: Kirsten Dunst
Dr. Otto Octavius:
Alfred Molina / Rosalie Octavius: Donna Murphy / Harry Osborn: James Franco
Tante May:
Rosemary Harris / Betty Brant: Elizabeth Banks / J. Jonah Jameson: J. K. Simmons
Louise: Vanessa Ferlito / Hoffman: Ted Raimi / Joe »Robbie« Robertson: Bill Nunn


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Im Wesentlichen aus "Epilog.de"

 

 

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